Wie
hat es Angefangen? |
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Die
Geschichte der Cilicia (Kilikia) |
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| Nie
hätte die heutige Besatzung der „Cilicia“ gedacht, dass
sie einmal auf einem selbst gebauten Schiff über das Mittelmeer segeln
würden. Aber eigentlich doch oder besser gesagt, sie träumten
davon, als sie sich entschieden, ihre verrückte Idee zu realisieren
– ein eigenes Schiff zu bauen. Das alles begann im Jahre 1985 in Armeniens Hauptstadt Eriwan, als der junge Ingenieur Karen Balajan mit einer Gruppe Altersgenossen, die das Meer als gemeinsames Interesse hatten, einen Klub gründete, den sie, obwohl Eriwan nicht am Meer liegt, ,,Klub der Meeresforschung von Eriwan“ nannten. Als solcher wollten sie Erkenntnisse über die Geschichte der Armenischen Seefahrt untersuchen, sowie nach uralten Zivilisationen unter Wasser forschen. Initiator Karen Balajan wurde zum Klubpräsidenten gewählt. Er erlernte die alte armenische Sprache um alte Schreiben lesen zu können, in denen er Angaben zu armenischen Seefahrern der Vergangenheit bekam. Währendessen begannen die übrigen Klubmitglieder mit der Rekonstruierung und dem Bau von Modellen antiker Schiffe und nahmen an internationalen Foren über Archäologie und historischen Schiffsbau teil, die Ausstellungen über armenische Seefahrten einrichteten. Sie glaubten weiterhin fest daran, dass wenn man ein Modell der alten Schiffe mit feinster Genauigkeit nachbauen könne, dann schaffe man dies auch in Originalgröße. Aber welche Art von Schiff sollten sie bauen? Sie hatten zwei Möglichkeiten: die eine war der Bau eines Segelschiffs, welches im neunten und zehnten Jahrhundert im Vansee verwendet wurde. Die zweite Möglichkeit war, ein Handelsschiff zu bauen, das früher dem Königreich Cilicia (elftes bis 14. Jahrhundert) diente. Die Klubgenossen entschieden sich schnell für die zweite Variante, ein Handelsschiff aus dem 13. Jahrhundert, mit dem man nicht nur auf Seen, sondern auch auf dem Meer segeln konnte, und begannen den Schiffsaufbau zu lernen. Karen Balajan machte die Berechnungen und Arbeitszeichnungen, die der Klub 1991 schließlich an der Küste des Sevansees verwirklichte. Nun war der Kiel des künftigen Schiffs gebaut und geweiht. Die Fertigstellung zog sich jedoch auf weitere elf Jahre hinaus, da ein Erdbeben, der Krieg im Karabakh und die Wirtschaftsblockade die Jahre zu einer schwierigen Zeit für Armenien werden ließen. Am 25. Mai 2002 wurde das Schiff schließlich auf den Namen ,,Cilicia“ getauft und in das durchsichtige Wasser des Sevansees gelassen. Darauf folgten zwei Jahre Testzeit. Im Jahr 2004, als jeder von der Sicherheit des Segelbootes überzeugt war, starteten sie endlich ihren Versuch, mit ihrem eigenen Schiff über die Meere zu segeln. Der Klub, der sich nun „Ayas“ (früher Cilicias größter Hafen) nannte, beschloss, die Strecke, die damals die Händler benutzten, zu fahren und in denselben Städten einzukehren. Da dies aber eine ziemlich lange Strecke war, mussten sie sie in zwei Etappen aufteilen. Sie planten im ersten Sommer das schwarze Meer zu überqueren, wobei sie jeweils in den Häfen Russlands, der Ukraine, Rumäniens, Bulgariens, der Türkei, Griechenlands, der arabischen Länder und Kroatiens halt machen würden und die Fahrt in Venedig beenden, wo sie das Schiff über den Winter bis Mai des nächsten Jahres abstellen. Das Ende der Reise wäre dann Holland. Dieses Projekt nannten sie „Reise durch sieben Meere“. Nun wurde das, was sie vor ein paar Jahren für unmöglich hielten, Realität. An Bord des Segelbootes befanden sich 14 Männern, angeführt von dem Kapitän Karen Balajan. In jedem Hafen, den das Schiff besuchte, begegneten der Truppe stolze Armenier sowie erstaunte Einwohner. Denn seit den letzten 800 Jahren hatte die armenische Fahne nicht mehr auf dem Mast eines Schiffes geflattert, deshalb wussten viele nicht, welcher Nation diese Fahne angehörte. Im Gegensatz zu heute hatte Armenien früher, da es damals noch am Meer lag, eine mächtige Flotte, es gibt unter den Armeniern bis jetzt noch gute Seefahrer. Und heute ist erst der Anfang einer neuen Generation der Seefahrt… Text: Karen Danielyan Übersetzung: Olga Hambarzumjan |
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